In den Südvogesen...

Fougerolles, Kirschen und Absinth

Im Herzen der Südvogesen, an der Grenze zwischen der Haute-Saône und den Vogesen, liegt Fougerolles, ein Dorf mit 4000 Einwohnern. Mitten in hügeligem Gelände ist es umgeben von Wäldern, Tälern, Hügeln, Streuobstwiesen...
Die Kirsche hat hier einen geeigneten Boden für ihren Anbau gefunden und ist zur emblematischen Frucht des Dorfes geworden.
Nicht irgendeine Kirsche, wohlgemerkt: es handelt sich um die Herzkirsche!

Die Kirsche, eine emblematische Frucht

Es gibt etwa 30 Sorten von Herzkirschen. Sehr süße, saftige und aromatische Kirschen mit einem ziemlich großen Stein. Sie können schwarz  oder rot sein. Ihr größter Nachteil: Sie lassen sich sehr schlecht konservieren. Am besten schmecken sie direkt vom Baum!>

Die Herzkirsche wird zur Herstellung von Kirsch, aber auch von Guignolet-Kirsch, dem typischen Aperitif von Fougerolles aus Kirschen und Kirschwasser, verwendet.

Die Kirschen werden von Mitte Juni bis etwa Anfang oder Mitte Juli geerntet. Etwa 90 % der Ernte erfolgt mechanisch. Die restlichen 10 % werden von Hand mit einer „Charmotte“ und einem „Pied-de-chèvre“ geerntet. Das sind traditionelle Werkzeuge aus Fougerolles, die immer noch für die manuelle Kirschenernte verwendet werden.

In Fougerolles werden Kirschen auf verschiedenste Art verwendet: für Tarte, Marmelade, Sirup, Krapfen... Aber vor allem aber werden sie destilliert, wodurch der berühmte Kirsch de Fougerolles entsteht.

Kirsch de Fougerolles AOC

Im Mai 2010 erhielt der Kirsch de Fougerolles die geschützte Herkunftsbezeichnung (AOC). Er ist erst der vierte französische Obstbrand mit dieser begehrten Bezeichnung, die den Ursprung der Kirschen und die Sorgfalt ihrer Herstellung garantiert. Es ist also ein traditioneller Digestif mit dem authentischen Geschmack des Terroir.

Im AOC-Pflichtenheft ist jede Etappe der Herstellung des Kirsch de Fougerolles AOC von den zu verwendenden Kirschsorten und deren Anbauverfahren bis hin zur Art der Destillation genau erklärt. Die Hersteller von Kirsch de Fougerolles AOC haben gemeinsam beschlossen, ihr Erzeugnis in derselben Flasche, dem sogenannten Bô, zu vermarkten.

Fougerolles und die 10 umliegenden Dörfer gehören zur Herkunftsbezeichnung Kirsch de Fougerolles AOC. Es gibt insgesamt etwa 10.000 Kirschbäume. Jedes Jahr Anfang April taucht die Kirschblüte Fougerolles in ein Meer aus weißen Blumen. Ein wunderschönes Schauspiel!

Jährlich werden etwa 500 Tonnen Kirschen produziert, d.h. 35.000 Liter Kirschwasser. Das Herkunftsgebiet zählt etwa hundert Kirschbauern, 18 Brennkessel und 2 Destillerien.

Fougerolles wird übrigens als "Site Remarquable du Goût“ eingestuft, was zur Verbreitung seiner vielen Kirschspezialitäten beiträgt.

Im Dezember 2018 wurden der "Anbau von Kirschen in Fougerolles" und "die Herstellung des Kirsch de Fougerolles" in das immaterielle kulturelle Erbe Frankreichs aufgenommen.

Neben Kirsch stellen wir aus den Kirschen von Fougerolles andere hausgemachte Spezialitäten her, wie Guignolet-Kirsch oder Crème de Cerises Noires, eine unserer großen Spezialitäten. Für diese beiden Produkte verwenden wir handverlesene schwarze oder rote Fougerolles-Kirschen, die perfekte Reife und unvergleichliche Aromen garantieren.

Absinth

Ende des 19. Jahrhunderts hat die Destillation in Fougerolles dank der Kirschen stark zugenommen... aber nicht nur durch sie! Dass Absinth viel zur Entwicklung der Stadt beigetragen hat, ist weniger bekannt.

Damals gab es in Fougerolles viele Brennereien, die auf die Destillation von Kirschen und anderen Steinobstarten spezialisiert waren. Das Dorf erlebte ein starkes Wachstum, es entwickelten sich Brennereien und Nebengewerbe (Küferei, Herstellung von Korbflaschen,...) und dank der Eisenbahn wurde Fougerolles an ganz Frankreich angebunden.

Aber leider hatte der Absinth viele Feinde. Diese warfen ihm vor, geisteskrank zu machen, und erhielten 1915 sein Verbot.

Dabei erlebte der Absinth zu jener Zeit gerade einen durchschlagenden Erfolg. Ursprünglich einer Pariser Kunstelite vorbehalten, war die grüne Fee bald allgemein verbreitet. Sie wurde immer populärer. Sogar Frauen konsumierten sie in Cafés und das will etwas heißen!

Die Nachfrage war so groß, dass die Brennereien von Fougerolles begannen, Absinth herzustellen, darunter insbesondere die Brennerei von Abel Bresson, die auf diesem Markt schnell die Führung übernahm. Die Brennerei Paul Devoille produzierte ihn bis 1915. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzeugten die Brennereien von Fougerolles 16 % des in Frankreich konsumierten Absinths. Das ist beachtlich.

Gegen Ende der 80er Jahre wurden durch eine Lockerung auf europäischer Ebene „Spirituosen aus Absinth“ wieder zugelassen. 2011 wurde das Verbotsgesetz aus dem Jahr 1915 endgültig aufgehoben. Der Absinth war wieder da.

In der Brennerei Paul Devoille haben wir im Jahr 2000 mit der Arbeit an unserer Libertine® begonnen und vermarkten sie seit 2001. Heute sind wir einer der führenden Hersteller von Absinth in Frankreich und produzieren etwa fünfzehn verschiedene Absinth-Sorten.

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7-9 rue des Moines Hauts
70220 FOUGEROLLES
FRANCE

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